Superfoods: Lebensmittel mit besonders vielen Nährstoffen

Die sogenannten Superfoods sind aktuell besonders beliebt und werden vielfach als Lösung für gesundheitliche Probleme, als Diäthilfe oder einfach nur als besonders gesunde Ernährungsbestandteile angepriesen. Demnach sollen Superfoods Krankheiten vorbeugen oder sie sogar heilen können oder auch satter machen als andere Nahrungsmittel. Tatsächlich fehlt in den meisten Fällen aber der wissenschaftliche Beweis für die Wirksamkeit dieser Lebensmittel. Ganz grundsätzlich sind Superfoods nämlich lediglich solche Lebensmittel, die im Vergleich zu anderen über einen besonders hohen Anteil an Vitaminen oder anderen Nährstoffen verfügen, weshalb sie besonders gut für die Gesundheit sein sollen. In irgendeiner Form geschützt oder klar definiert ist der Begriff "Superfood" dagegen nicht, daher gibt es auch keine Regelung, wann ein Lebensmittel sozusagen offiziell als Superfood bezeichnet werden darf.

Grundsätzlich spricht absolut nichts dagegen, seinen Ernährungsplan durch solche Superfoods zu ergänzen. Bei einigen Aspekten sollte man jedoch vorsichtig sein. Dazu zählt, dass oft exotische Früchte oder Gemüse als Superfoods gelten. Hier kann die Schadstoffbelastung aber höher sein als bei regionalen Lebensmitteln, außerdem reagieren manche Menschen auf solche Exoten mit Überempfindlichkeit.

Des Weiteren werden Superfoods häufig nicht als frisches Obst oder Gemüse angeboten, sondern in Form von Pulvern oder Pürees. Hier können neben dem eigentlichen Nahrungsmittel auch ungesunde Inhaltsstoffe vorhanden sein.

Wenn also Superfoods auf dem Speiseplan stehen sollen, dann am besten in frischer Form, nicht als Präparat. Außerdem können es auch ruhig heimische Sorten sein, denn exotische Nahrungsmittel sind deswegen nicht automatisch besser als solche, die in unseren Breiten erhältlich sind.

Für eine abwechslungs- und vitaminreiche Ernährung bieten sich zum Beispiel folgende heimische Obst- und Gemüsesorten an:

Grünkohl ist ein klassisches Wintergemüse und enthält sehr viele Mineralstoffe, zum Beispiel Eisen und Kalzium, dazu sehr viel Vitamin C und E und darüber hinaus zusätzlich Vitamin A und fast alle B-Vitamine.

Auch in Kürbiskernen sind sehr viele wichtige Nährstoffe enthalten. Dazu gehören zum Beispiel, aber nicht ausschließlich, die Mineralstoffe Magnesium, Eisen und Zink. Darüber hinaus sind sie reichhaltig an Vitamin B1, B2, B6 und bieten sogar noch weitere Vitamine. Kürbiskerne sind vielseitig verwendbar, man kann sie zum Beispiel rösten und damit eine Suppe oder einen Salat garnieren, es gibt aber auch Brotsorten oder Brötchen, die Kürbiskerne enthalten.

Wer zwischendurch gerne etwas naschen möchte, wird auch hier bei heimischen Superfoods fündig, denn dazu gehören auch viele Beeren. Heidelbeeren. Him- und Brombeeren, Stachelbeeren und auch schwarze und rote Johannisbeeren stecken voller wichtiger Nährstoffe und lassen sich vielseitig verwenden: Ob als Zutat im Smoothie, im Müsli oder einfach pur zwischendurch, bei diesen Superfoods fällt es leicht, sie in den Speiseplan einzubauen.

Ein weiteres einheimisches Superfood ist das Weizengras. Was die Nährstoffe angeht, hat man es hier mit einem echten Multitalent zu tun. Es steckt voller Vitamin C und Vitamin E und enthält darüber hinaus noch, als eines der wenigen pflanzlichen Lebensmittel, Vitamin B12. Auch Eiweiß und Kalzium sind in Weizengras enthalten. Weizengras wird als Pulver verwendet oder auch in Form von Weizengrassaft, diesen verdünnt man jedoch am besten, weil er sonst Übelkeit verursachen kann.

Neben diesen Beispielen existieren auch noch weitere einheimische Superfoods, die man zum größten Teil auch direkt frisch verwenden kann. Exotischere Kandidaten, die man in ihrer frischen Form in der Küche nutzen kann, sind Avocados oder Granatäpfel. Avocado kann man beispielsweise pur essen oder als Zutat dem Salat hinzufügen. Bei Granatapfel, dessen Wirkung vielfach erforscht ist, eigenen sich die Kerne als Zutat für Nachspeisen.

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